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Das Plasmaschmelzverfahren

Plasmaschmelzverfahren

Mit dem aus eigener Entwicklungsarbeit hervorgegangenen Plasmaschmelzverfahren  ist die anwendungsorientierte und effektive Herstellung hochwertiger Quarzgläser der Marke ilmasil® möglich:
In einem rotierenden Schmelzgefäß wird dabei hochreiner Quarzsand, der sich infolge der Fliehkraft an der inneren Ofenwand befindet, radial zu Hohlzylindern (Billets) geschmolzen. Als Energiequelle wirkt ein elektrischer Lichtbogen von hoher Leistung. Dieser Plasmabogen garantiert ein homogenes Temperaturfeld über den gesamten Schmelzraum und bewirkt damit ein gleichmäßiges Einschmelzen des kristallinen Rohstoffs zu amorphem Quarzglas. Durch den abgeschlossenen Schmelzraum können keine Umgebungsverunreinigungen in die Schmelze gelangen. Dabei entstehen Hohlzylinder aus klarem und opakem Quarzglas bis zu einem Außendurchmesser von 570mm.

Dieses umweltfreundliche Schmelzverfahren zeichnet sich durch eine hohe Energie- und Materialeffizienz sowie große Flexibilität hinsichtlich Geometrie und der Entwicklung spezieller Materialeigenschaften aus.


Erweiterte Anwendung des Plasmaschmelzverfahrens


Mit dem nachfolgenden Entwicklungsprojekt verfolgt QSIL das Ziel, das Plasmaschmelzverfahren auf Materialien jenseits von Quarz anzuwenden:

Entwicklung eines ressourcenschonenden Verfahrens
zur Herstellung großformatiger Rohre
aus Aluminiumoxid-Keramik
auf Basis der Plasmaschmelze
[Einsatzgebiet: Prozessrohr in Hochtemperatur-Öfen]

Festzustellen ist, dass Aluminiumoxid Al2O3 ein Material mit breiter technischer Anwendung ist.
QSIL hat im Laborversuch nachgewiesen, dass man mit dem Plasmaschmelzverfahren in der Lage ist, auch Aluminiumoxid aufzuschmelzen. Das Material erstarrt nach der Schmelze jedoch nicht amorph (als Glas), sondern es kristallisiert spontan.

Ziel des Vorhabens ist es, das Schmelzverfahren für Aluminiumoxid dahingehend zu entwickeln, dass auf diesem Wege direkt aus der Schmelze Prozessrohre für Hochtemperaturanwendungen hergestellt werden können.

Dieses Projekt wird vom Freistaat Thüringen gefördert und durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.